4»4 Erbsünde,
ihr den Kopf zertreten, und das menschliche Geschlecht wie«der versöhnen würde; dann sprach er zum Weibe: Ich willdie Plagen nnd Beschwernisse deiner Schwangerschaften ver»größer«; du wirst deine Kinder nur mit Schmerzen gebähren;du sollst allezeit unter der Gewalt deines Mannes seyn, undvon ihm abhangen. Nachmals kehrte er sich zu Adam, undsagte zu ihm: Weil du den Reden deines Weibes Gehör ge,geben, und von der Frucht geessm Haft, welche zu berührenich dic verbolhen hatte, wird die Erde für dich verfluchet seyn;du wirst deinen Unterhalt nur mit vieler Arbeit daraus zie-hen; sie wird für dich weiter nichts, als Distel und DörnecHervorbringen; du sollst im Schweiße deines Angesichts deinBrod gewinnen. Dieß soll deine Strafe seyn , solange dulebest, bis du in die Erde zurückkehrest, woraus du gekommenwärest: denn du bist eitel Staub, und du wirst eines Tagesin Staub verwandelt werden. Als das Urtheil gesprochenwar, trieb der Herr den Adam aus jenem Lustorte heraus.
Also lautet die Erzählung, die uns Moses von derSünde Adams, und von der Verurtheilung giebt, die wi«der ihn und wider seine Gesellinn gefället wurde. Er gehtnicht weiter. Aber was die Folgen und das Unheil der Sün,de betrifft, wird uns nachmals von einem andern Schriftstel-lererklärer, welcher auf gleiche Weise von Gotte beleuchtetwar; von jenem Apostel, der vor allen das auserwählte Ge-säß benamset worden ist. Paul, welcher unmittelbar vonJesu Christo unterrichtet und beleuchtet war, belehret uns,daß* die Sünde durch den ersten Menschen in die Welt ge,kommen, daß der Tod die Folge und der Lohn der Sündegewesen ist; und daß alle Menschen zum Tode sind verurthei,ler worden, weil sie alle an dieser Sünde Theil gehabt ha,
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Rom. v.