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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
393
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Duldung. zyz

ren, wo mehrere Religionen eingeführet sind? westphalen,und England haben lange Zeit die betrübtesten Trauerspielevon dieser Art aufgeführer; und alles, was man darausfolgern kann, ist dieses, daß man mit der größesten Sorg,fall wachen soll, die Einheit in der Religion zu erhalten.

Das Beyspiel, das man vom Großsultan beybringt,beweist im geringsten nichts. Der Großsultan schreibt we-der den Griechen, noch den Ratholiken in ihren Religionenetwas vor. Ls genüget ihm, sie für Ungläubige zu betrach-ten, die seine Sklaven sind, von welchen er alle Dienste so,dert, die man ihm schuldig ist. Wenn die Philosophen inArankceiche auf gleiche Art behandelt würden, möchten siewohl bald ihrer Philosophie den Abscheid geben ; und cs wür,de deßhalben nur besser gehen. ^

Wir treiben die Untersuchung der Einwendungen derPhilosophen nicht weiter; wir haben alles hergebracht, wasimmer von ihren Aussagen das Stärkste und Verführendsteist; wir haben nichts umgangen: und wir glauben alles wi,derlegt zu haben. Aber uns däucht, wir sollen diesen Arti-kel nicht beschließen, ehe wir ein Paar Worte von der Unduld-samkeit der katholischen Kirche gesagt haben, aus welcher ihrdis Philosophen ein so häßliches Verbrechen machen.

Zugabe

von der Unduldsamkeit der katholischen Kirche in ihren Sa»tzungen und ihrer Lehre.

Alle christliche protestantische Gemeinen dulden einander;sie lassen einander die Verschiedenheit der Lehrjahr, der Mey-nungm, m d der Gesinnungen hingehsn; und alle vereinigensch, um die unbiegsame Unduldsamkeit der römischen Kir-che, über alle Säße, die sie nicht annimmt, und nicht selb-Bb ; sien