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1 (1777) A - L
Entstehung
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389
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Duldung.

XV.

Warum hat Rom diese Gottesdienste gestattet ? weilweder die Aegyptier, noch die Juden sechsten, die alteReligion des Reiches auszurotten suchten; weil sie nichtzu Wasser und zu Lande herumfuhren, um Leute zu be-kehren. Sie dachten nur Geld zu gewinnen. Aber esist unstreitig, daß die Christen ihre Religion zur herr-schenden Religion machen wollten.

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Dieser Mann spricht gewaltig wider sich sechsten, da erVernunftschlüssr machen will. Er sieht die Duldung, wel,che Rom den Aegyptiern und den Juden zugestand, weil siedie alle Religion nicht auszurotten suchten, für sehr gerechtund billig an. Aber weil die Philosophen sich allein bestre-ben, das Christenthum auszurotten, und weil sie alle Müheanrvendcn, dasselbe in allen ihren Schriften um das Ansehenzu bringen, und zu verunehren, können sie vernünftiger Weiseverlangen, von den Christen geduldet zu werden ?

Sie fuhren nicht zu Wasser und zu Lande herum,heißt es ferner, um Leute zu bekehren. Wir antwortendarauf nichts wegen der Aegyptier, welche Zwiebeln undKatzen anbetheten. Wir wollen nur von den Juden reden,welche den wahren Gott angeberhet haben. Es ist grundfalsch,daß die Juden nicht gesuchet haben, Leute zu ihrer Religionzu bekehren. In allen Städten des Reiches, wo sie Syna-gogen halten, zogen sie sehr viele Götzendiener von ihrem Aber-glauben ab. Joseph, der Geschichteschreiber, und die evan,gelischen Bücher geben uns davon eine große Menge vonBcy-spielen an die Hand. Der Beweggrund, den man von derDuldung angiebt, die man sie genießen ließ, ist also durchdie Geschichte umgestürzet.

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