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Könnten sie Rousseauen versichern, daß sie dieselbe auftichtigansüben?
Wird Gott nicht leichter das Irrthum verzeihen, u.s. w. Rousseau ist in der calvinischen Religion auferzogenworden: er wurde nachmals katholisch, und wieder ein Cal,vinist: heut zu Tage ist er ein Deist. Er hat gewählel,gewechselt, und scheint noch ißt nicht recht bestimmt undstandhaft zu seyn. Beraubet er sich nicht einer kräftigenEntschuldigung vor dem Richterstuhle des höchsten Richters ?
XI.
Im dritten Gesänge des Gedichts vom Naturgesetzeschiebt Voltaire die Heyden , die Musulmänner, die Aria,ner, die Deisten , u. s. m. durch einander in den Himmelhinein; und in einer Anmerkung heißt es: Man halte jenenGrundsatz in Ehren: Außer der Rirche ist kein Heil zuhoffen: Aber, heißt es weiter, es ist lächerlich und ab«scheulich, diesen allgemeinen Drohspruch gegen Leute zubrauchen, die auf alle weise den übrigen überlegen sind.Dieß ist eine alte Rriegsrüstung, welche man klüglichim Zeughause ruhen läßt, und welche zu gebrauchen kei-ne Privatperson die Lrlaubniß hat.
* * *
Man hatzwar ans diesen Einwurf schon geantwortet;aber man wiederholet ihn hier noch einmal, damit man dievernünftige Sprache, die Voltaire allezeit führet, anmer»ken möge. Er saget, er halte diesen Grundsaß in Ehren;und zugleich spöttelt er darüber. Es gefällt ihm nicht, daßman ihn gegen Leute brauchet, die auf alle Weise den übri,gen überlegen sind; und dadurch leget er einen neuen Be»weis seiner philosophischen Bescheidenheit ab. Er saget,
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