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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
385
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Duldung

Kriegsrüsiung fty, ivr.u-u man rmgncy mrZeughaus- ruhen läßt. Sie mag ruhen, oder nicht: so istsie dennoch nicht weniger furchtbar, und nicht weniger kräflpg. Er erlaubet keiner Privatperson, dieselbe zu gebrau-

chen; weil er sie furchtet, und wer! er, rurgeachret.seiner

hochmülhigen Entschlossenheit, nicht gerne sieht, wenn mansie ihm vor die Augen halt. O Voltaire! wie wenig achim Sie auf Ihre Leser, und wie geben Sie Ihren Tadlernselbst das Heft in die Hand

XII.

* was ist die Duldung ? Sie ist die Folge der Mensch»lichkeit. wir stecken alle voller Schwachheiten und Irr-thümer. Laßt uns unsre Thorheiten einander vergeben:dteß ist das erste Gesetz der Natur.

* * *

Laßt uns die Thorheiten vergeben; aber den Thoren dasStillschweigen auferlegen: Ließ ist das erste Gesetz der Ver-nunft.

Wie armselig ist die Duldung bestimmet, da sie die Fol»ge der Menschlichkeit heißt? Ebenso gut wäre es gespro-chen, wenn man sagte: die Duldung ist der Hunger, derDurst, das Schicksal des Todes; denn alle diese Dingesind Folgen der Menschlichkeit.

Die Menschlichkeit ist ein Gefühl der Güte gegen unserSGleichen, welches uns anlreibk, sowohl ihnen die unvorsäh,lichen Jrrthümer, oder die aus Schwachheit geschehen, zuvergeben, als sie gegen die Verführung zu beschützen.

Es ist dann eine Thorheit, die Duldung eine Folge derMenschlichkeit zu heißen.

H « vbilos. Hsndtrx.

^ I. Band,

B»

XIII.