;8r Duldung,
stes und der Religion zu bestimmen, ist bey Völkern, welcheerkannt haben, daß die Religion von Gotte kömmt, niemalszugegeben worden. Diese gottlose Meynung blieb für dieVerführer unsers Zeitalters Vorbehalten. Sie wurde sogarbey den Heyden nicht angenommen, welche allezeit alle Sa»Hungen einem göttlichen Ursprünge zueigneten. Die Musul,männer lassen nichts anderes zu, als was ihnen vom MmHomer vorgeschrieben worden ist: die Juden nehmen nichtsan, außer was ihnen Moses im Namen Gottes gebothenhar: rmd bey den Christen bezieht sich alles auf Jesum Chrusium, den Stifter der Religion, und auf die Gewalt derKirche, deren Söhne zu seyn, die größesten Gebiether sichzur Ehre rechnen. '
Es ist also dieser ganze schöne Vertrag einer wechselseiti-gen und allgemeinen Duldung, den Rousseau vorschlägt,nichts weiter, als ein Gewebe gottloser Grundsätze, welchenichts anders lehren, als die ungereimtesten wie die heilig,sten Sachen, die beweislosesten wie die gründlichsten, dieunbedeutendsten wie die wichtigsten Dinge, mit einer gleichenKaltsinnigkeit anzusehen: und dieser Vertrag hat keinen amdem Endzweck, als daß alle Ehrerbiethung gegen den Glamben, die Religion, und alles, was in der Religion heiligund ehrwürdig ist, gänzlich vertilget werde. Hier ist dasganze Hirngespinnst der Duldung aufgedecket, und ins Lichtgestellet.
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Unterdessen, nachdem Rousseau diesen ganzen schönenVorschlag gezimmert und auftzerichtet hatte, jaget er noch mit ^dreistem Mmhe zum Herrn Erzbischöfe von Paris: „ Ichdachte, gnädiger Herr! daß Jemand , der also .schlösse, ^kein Gotteslästerer, kein Gottloser wäre, da er ein Mit,
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