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sandten Gottes ausgegeben ; Mahomet gab sich auf gleicheWeise für seinen Gesandten aus: hakten wohl beyde Recht?Rousseau entscheidet eö nicht. Es genüget ihm zu sagen,daß eö seyn, oder nicht seyn könne; daß nicht alle Menschenim Stande seyn, die Beweise davon zu begreifen; daß einjeder aus ihnen große Tugenden gehabt habe; und daß mankeinen für einen Betrieger halten müsse.
Also bestrebet sich der weise und friedfertige RousseauJesmn Christum mit Mahomet, den Türken mit den: Chri-sten, den Alkoran mit dem Evangelium zu vereinigen. Dreßist der Beweis, den er uns von seiner einsichtvollen Den-kensart in Religionssachen ableget.
VII- Art. Werweiß, wie sehr die beständigen Be-trachtungen von der Gottheit ihre erhabenen Seelen ha,den verwirren können ? u. s. w. Troß demjenigen, derschönere Ausdrücke zu wählen wüßte, um die Träumer, dieSchwärmer, die Wahnsinnigen deutlicher auszuzeichnen! ORousseau! Sie bringen keine so widersinnischen Grobheitenvor, als der Verfasser der wichtigen Untersuchung, unddes Gesprächs der Fünfzig. Aber enthalten wohl ihreAusdrücke weniger Gottlosigkeiten und Gotteslastrungen?
VIII. Art. Im übrigen soll über den Vorzug eurerGottesdienste kein Zank mehr entstehen. Sie sind allegut, u. s. w. Wenn man von den verschiedenen ReligionS,diensten saget: es ist alles gut; so ist es ein Beweis, daßman alle nicht viel achtet. Alles ist für jenen gut, dernichts glaubet, und der über alles spöttisch hinwegsieht.
Die Unterscheidung zwischen der Polizey der Religion,und der Wesenheit der Religion ist nichts, als eine Schel»merey, um Leute zu bekriegen , die zu denken nicht fähig sind.Daß es dem Landsherrn zustehe, die Weise des Gottesdien-stes