Z8o Duldung.
1. Sie sagen mit dem heilige» Paul, daß ihr Glaubeneine vernünftige Huldigung sey, die sie Gotte leisten: ratio-nabile obseciuium vetimm. Sie sagen, diese Huldigungsey vernünftig, weil die richtige Vernunft, Weissagungenohne Zahl, natürliche und übernatürliche Begebenheiten,die augenscheinlich bewiesen sind, nolhwendigsr Weise zuinGlauben leiten: und sie fragen, ob irgend eine andere Reli-gion dergleichen Vorzüge aufzuweisen habe.
2. Sie nehmen es übel auf, daß man ihre Religion aufeinen gleichen Grad der Gewißheit oder Ungewißheit sehet,wie die Religionen Mahomets, Lamas, u. s. w. welchenicht die geringste Untersuchung von einem denkenden Men,fchen auszuhalten fähig sind.
z. Alle jene Verheurungen von Treue und Glauben,von Aufrichtigkeit, von Liebe zur Wahrheit scheinen ihnen anLen Philosophen ein Bißchen verdächtig. Es däucht ihnennicht, daß die Philosophen ganz unparteylich seyn; und,ohne daß sie alle Irrgläubige oder Ungläubige für harlsin,ni;e und blinde Leute halten, wissen sie dennoch, daß esGrundsätze des Jrrthums und der Ungläubigkeit von vielerArt giebt.
4. Sie urcheilen nicht; sie verdammen nicht; sie stra,fen nicht. Aber sie sagen, nach den göttlichen Aussprüchen,daß Gott urrheilen, verdammen, strafen werde.
Vl. Art. Ehret überhaupt alle Stifter eurer Got,tesdienfte, die ihr annehmet. — Sie haben sich für Ge,sandte Gottes angegeben: u. s. w. Wer sollte es glauben,daß derjenige, der in seinem Emil jene vortreffliche Schilde,rung von Jesu Christo gemacht hat, rtzr eben denselben ineine Reihe mit dem blutdürstigen und unzüchtigen BetrügerMahomet stellen sollte ? Jesus Christus hat sich für den Ge,
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