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ten, daß er Arbeiter zur Aernte herschrcken wolle: undRsus,M versichert, daß Gott dieses nicht verlange. Jesus istder erste Glaubensprediger gewesen, der von seinem Vatergesendet war; die Apostel, die Jünger, große Männer beyTausenden, Bischöfe, Philosophen, Gelehrte, sind Glau-bensprediger gewesen; sie haben sich in den Beschwernissendes Predigtamtes verzehret; sie haben alle menschliche Vor-theile aufgeopfert, und ihr Blut hergegeben, um die Men-schen zu beleuchten, den wahren Gott ihnen bekannt zu ma»ä)en, das Reich des Götzendienstes zu zerstören; und Rous-seau saget uns, die Glaubensprediger scheinen ihm kaum ge-scheuter, als die Eroberer, zu seyn; das ist, als dis unselig,sten Feinde des menschlichen Geschlechtes, als Tamerlan,Attila, Julius Cäsar, welche den Erdkreis mit unschuldi-gem Blute beschwemmet haben.
Aber wäre man nicht berechtiget, die eigenen Ermah-nungen,Räche, und Grundsätze Rousseauens gegen ihn selbstzurückzmreiben? Könnte man nicht zu ihm sagen : „ Neh-„ men Sie Sich nicht so viele Mühe, um die Christen zur„ Annahme Ihrer Meynungen zu zwingen. Seyn Sie ver,„ sichert, baß Gott dieses nicht verlanget. Es ist unbillig,„ daß Sie Jedermann denselben unterwerfen wollen; und„ die neuartigen Philosophen scheinen kaum gescheuter, als„ die Eroberer, zu seyn „ .
V. Art. Da ihr euern verschiedenen Lehren nach-kommet, höret auf, euch dieselbigen, als so klarbewie,sin, vorzustellen, u. s. w. Wir wollen hier die Weise her-sthen, nach welcher die Christen verfahren, um sich in ihremGlauben zu bestätigen, und fest;» setzen. Man urtheile dann,ob man sie mit dem Betragen anderer Religionen vermrn-gen, und gleichhalten könne, wie es Rousseau thut.
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