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Duldung. zsr
welche dem Geiste der Geselligkeit zum meisten zuwiderläust,» weil sie von nichts als Rnechtschaft und Abhängigkeitprediget; weil sie die Grausamkeit allzu sehr begünsti-get; und weil die wahren Christen gemacht sind, umSklaven zu bleiben.
Endlich da er für alle Religionen, alle Gottesdienste,alle Sekten die allgemeinste Duldung fodert, und dieselbigenentschuldiget, beschützt, und vertheidiget, ist die christlicheund katholische Religion die einzige, gegen welche er mit derheftigsten Lebhaftigkeit und Hitze von Herzen sich ereifert.Und dieß ist der ganze Inhalt von dem zweyten Theile seinesGlaubensbekenntnisses, unter dem Namen des Vikars ausSavoyen, und der Inhalt des größesten TheilS von seinemBriefe an den Erzbischof zu Paris.
Daraus erhellet, wie sehr diese Herren Philosophen sichselbst widersprechen. Sie predigen von Duldung, wie Auf-rührer von Unterthänigkeit predigen; sie wollen, daß manalles dulden soll, was von ihnen Herkömmt, und'sie sind dieunduldsamsten aus allen gegen jene, die auf ihre Verirrun,gm weisen. Aber all dieses kann und soll nicht wunderbarscheinen. Wenn man den Unglauben und das Laster ver-ficht, so kann man die Wahrheit und die Vernunft nichtauf seiner Seite haben.
Vierter Artikel.
Mts Würde der Vernunft mehr zuwider, oder für dieGesellschaft schädlicher seyn, als wenn man den Phi-losophen die Duldung bewilligte, die siebegehren.
Als eines Tags ein Christ sich mit einem philosophischen
Plauderer in Gesellschaft befand, der von jenen großen
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Gesellsch. yrrw. rzs. S,ti.