Zso Duldung.
Und dennoch, eben dieser Rousseau prediget in ebendie,sen Werken mit der hitzigsten Lebhaftigkeit die ausgebreitetstsund unbeschränkteste Duldung.
1. Da er schicklich die Sittenlehre von der Glaubens»lehre trennet, verlanget er, man solle alles dulden, allesübersehen , und einem jeden die vollkommene Fkeyheit lassen,zu schreiben und zu reden, was ihm gefällt. Man kannsich in diesem Stücke nicht heftiger ausdrücken, als er es inseiner» Briefe an den Herrn Erzbischof von Paris gethanhat: * und er geht noch weiter in seinen Briefen von demBerge: ** Die Gesetze, saget er, haben keine Gewaltüber die Gesinnungen der Menschen, in Dingenwelchedie Religion allein angehen: sie haben eben so wenig indiesem Sache eine Gewalt über die Schriften, worinnenman seine Gesinnungen offenbarer, wenn die Verfasserdieser Schriften strafbar sind, so ist es niemals eigentlichdeßwegen, weil sie ein Irrthum gelehret haben; denndie Gesetze und ihre Gewalthaber beurtheilen nichts, waseigentlich nur ein Irrthum ist.
2. *** Er will, daß man alle Religionen für gleich gutansehen sollte, weil man in jeder Religion, wo man immerlebst, auf gleiche Weise selig werden kann.
Z. Er giebt es für eine ziemlich gleichgültige Sacheaus, ob man ein Türke , I»d, oder Christ, oder Deistsey, weil alle Gottesdienste gut find, wenn fie von den G«sehen vorgeschrieben werden.
4. Ungeachtet alles dessen, was er für das Christenthumgesaget hat, verlanget er, daß man die Christen strafe, westche sagen, daß außer der Kirche kein Heil zu hoffen sey ;und er behauptet, daß das Christenthum eine Religion sey,
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* Brief. So. Seit.
" 46. Seit. 6 ?. Seit.