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1 (1777) A - L
Entstehung
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349
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Duldung. Z49

Tugend au« dem Grunde des Herzens heraus, und rüh, men sich noch, die Wohlrhäker des menschlichen Geschlechts zu seyn. Sie sagen : die Wahrheit füget den Mensche» niemals Schaden zu. Ich glaube es, wie sie; und eben dießist, nach meiner Meynung, ein tüchtiger Beweis, daß es nicht Wahrheit ist , was sie lehren.

s. Er hält dafür, daß diejenigen sträflich seyn, undsogar den Tod verdienen, welche sich gegen eine Religionempören, die durch die Gesetze festgestellet ist: und er erzah,let, als Cäsar im Senate gegen den Lehrsatz von der Unsterb-lichkeit der Seele gesprochen hatte, daß Lato und Cicerobewiesen haben, er spreche, als ein schlechter Bürger, undtrage eine Lehre vor, welche dem Staate schädlich fty.

6. ** Er glaubet nicht, daß man rechtmäßiger wei,se, ohne die Erlaubniß des Regenten, fremde Religionenin ein Land einführen könne. Denn wenn dieß nicht un-mittelbar ein Ungehorsam gegen Gott ist, so ist es einUngehorsam gegen die Gesetze; und wer den Gesetzennicht gehorchet, der gehorchet Gotte nicht. Nach diesemGrundsätze gesteht er ohne Umschweife, daß die reformirteReligion bey ihrem Anfänge kein Recht gehabt habe, sichgegen den willen der Gesetze in Frankreich einzudrängen.

Alles, was wir da vorgetragen haben, giebt Rousseaufür eben so viele unwandelbare, nothwendige Grundwahr-heiten an, von denen es nicht erlaubet ist abzuweichen,und in welchen die Gesetze und der Geist der Geselligkeit nichtsübersehen oder Nachlassen sollen. In allen diesen Stückengiebt er keiner Duldung Platz, wie man aus seinen eigenenWorten schließen kann.

IGesellsch. vertr. iy8. Seit.

*" Brief. S7. Seit.

Und