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hat in diesem Stücke alle Garaffus übertroffen. Er hatunendlich mehr Schmähworte gegen seine gelehrten und be,schcidenen Kunstrichter ausgestoßen, als er immer gute Ver-se gemacht hat: und man darf sagen, daß er unsre Sprachein dieser Gattung von Schriften mehr bereichert hat, alsirgend Jemand von seinen Zeiten. Nun aber jener großeVoltaire ist eben derselbige, welcher allezeit auf die liebreich-ste und gutherzigste Weise für die Sanftmuth und Nachsichtder Duldung das Wort führet.
Rousseau, der Stoiker, unerachtet der Strengheit seinerGemürhsart, ist sich sechsten nicht allezeit gleich. Eben dort,wo er sich mit seinem Stoikismus zum meisten groß weiß, inseinem Briefe an den Erzbischof zu Paris, und in seinenBriefen von dem Berge, zeiget er sich als den ungeduldigsten,ungestümsten, heftigsten Mann gegen seine Beurcheiler undRichter.
Weil das Obergericht zu Paris seinen Emil verdammethat, sieht er in dieser Versammlung nichts, als ungerechteund unbefugte Oberkeiten. ^
Weil der Erzbischof eine Verordnung gegen eben diesesWerk herausgab, heißt ihn der aufgebrachte Rousseau ei-nen Verleumder, der schlechte Vernunftschlüsse zu machenweiß. Gnädiger Herr! saget er zu ihm: Sie sind mitwir weder höflich, noch großmüthig verfahren. Ich ge-stehe auch , daß ich kein Recht hatte, von Ihnen diese Lu-genden zu fodern, oder sie von einem Geistlichen zu er,warten, wir wollen zum mindesten sehen, ob Sie bil-lig und gerecht gewesen seyn. Ich dächte, ich werde Ih-nen
* Brief. 5. Seit. Ebmd. n. Seit.
Garassus^j Franz, ein Sch»ist,geller de« vorigen Jahrhundert«, hat sichdurch seine Grobheiten und Schimpfwörter wider seine Gegner berühmtgemacht. oz 4