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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
340
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Z4S Duldung.

lich schlecht, daß die Zeit verloren wäre, wenn man sichdamit aufhielte, es zu beweisen.

Man fraget nicht, ob diese Lehrsätze, Voltairens undRousseauens, gräuliche, verdammliche, sträfliche Gottlosig-keiten seyn. Man wird sich damit genügen. Laß man ent.-ecket, mit was für einem Eifer sie dieselben vercheidigen,und jenen das Wort sprechen, welche sich bestreben, sie aus-zustreuen und bekannt zu machen. Wir haben schon angermerk«, mit was für einem Häuchlertone Voltaire sich Mü-he giebt, beyzubringen, daß keine philosophische Meynungder Religion schaden könne. Der ganze dritte Gesang desGedichtes vom natürlichen Gesetze ist nichts weiter, alseine rührende Aufmunterung zur Duldung: und in allen sei-nen Schriften, sowohl in jenen, die er nicht verläugnet, alsin jenen, von welchen er nicht für klug halten will, sich alsden Vater anzugeben, kömmt er allezeit auf die Freyheitwieder, die man Jedermanne lassen muß, alle Gottlosigkei-ten, die zu erdenken sind, auszukcamen.

Rousseauens Brief an den -Herrn Erzbischof;» Parisund die Briefe von dem Berge, sind die kühnsten und leb-haftesten Schutzschriften , die man für die Duldungmachen könnte, warum, saget er: * warum hat einMensch die Aufsicht über den Glauben eines andern?und warum hat der Staat die Aufsicht über denGlauben der Unterthanen? weil man dafür hält, daßder Glauben der Menschen ihre Sittenlehre bestimme.Aber wenn dieß nicht ist, was liegt daran, was sieglauben, oder;» glauben sich anstellen? ** Ich hörebeständig sagen, man mäße die bürgerliche Duldung,und nicht die theologische zulassen. Ich denke gerade

das

" Brief. üc>. Seit.

"* Ebend. §7- Seit.