z;8 Duldung.
theidigen? Kann man all dieses für ganz gleichgültige Dirvge ansehen, zu denen eine kluge und vernünftige Duldung dieAugen schließen soll? Das verlangen heut zu Tage die Phi-losophen, und besonders Voltaire und Rousseau, die zweeneifrigsten Verfechter der Duldung.
Es ist kein Punkt in der Religion, oder der mit der Re,ligion eine Verwandtschaft hat, welchen Voltaire sich nichtbemühet hat, dunkel, zweifelhaft, oder lächerlich zu machen.Bald* zieht er den Lehrsah von der Schöpfung, von devErbsünde, von der Geistigkeit der Seele, bald die abge-schmackte und ausschweifende Meynung von einer denkendenMaterie, als eine unentschiedne Sache auf. Bald ** greifter die Glaubwürdigkeit und die Göttlichkeit der heiligenSchrift an; sehet *** ohne Bedenken den Deismus demChristenthume vor; leget jenen die größesten Lobsprüche bey,welche die Geheimnisse der Dreyeimgkeit ****, oder derGottheit Jesu Christi *****, und die übrigen Hauptartikelder Religion anfechten. Bald ****** schildert er »ns dieeifrigsten Beschützer des Christenthums, als Ungeheuer, ab,wie Lonstantin, Theodos, Rarl gewesen sind, von denenalle den Zunamen des Großen, von der Welt verdienet ha,den; und bald ******* stellet er uns Julianen, Diokle-tianen , Trajanen, und alle blutdürstigste Verfolger derchristlichen Namens, als Leute vor, welche verdieneten, aufdie Altäre gesetzt zu werden.
Hier machet er die schmäuchelhaftesten Schildrungen vonden Gaben, vom Verstände, von den Tugenden derjenigen,welche die Kirche und die Religion angegriffen haben r dort
stellet
* Gedicht vom nat. Gesetz. " philos Gespr.vermischt. Schrift. -7. Rap. Ebend. n. Rap.Ebend. 6r. Rap. *«--*«* Allgem. Gestb-
verm. Schr. 6i. Rap.
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