Z26 Dreyeinlgkeit.
selbst'N kehren, so fühlen wir schon, daß wir uns das Daseyn ^nicht haben geben können, und daß alle jene, die unsers ^Gleichen sind, nicht besser im Stande waren, als wir, sichdas Daseyn zu geben. Wir sind dann gezwungen, uns an«ine erste Grundursache aller Dinge zu wenden, und das Da, ^seyn Gokres zu erkennen. Dieß reichet nicht über den Be, ^griff unsrer Vernunft und unsers Verstandes hinaus. Al, ^
lein was ist Gott ? das heißt: was ist die Natur, die We» A ^senheit, die Art des Daseyns Gottes ? Dieß ist unendlich hör ^her, als alle Kraft und Fertigkeit unsrer Vernunft und un» «d
fers Verstandes: denn die Unendlichkeit Gottes muß uns G
alsdann gänzlich und nothwendig in sich verschlingen. >«T
Wenn also die Offenbarung, das ist, wenn Gort sechstenetwas von seiner Wesenheit und von der Art seines Daseyns >uns zu erkennen giebt, so sind wir gewiß versichert, daß es M
wahr «ey, was er uns zu erkennen giebt, weil er die Wahr, ms.
heir sechsten ist. Aber wir können von dem, was er unszu erkennen giebt, keine deutlichen Begriffe haben, weil er Wunendlich ist. Wollen wir dann auf eine richtige Weise zu h,Werke gehen, so müssen wir nicht mehr den Gegenstand der tz.Offenbarung, sondern die Wahrheit der Offenbarung untersu, Wchen. Da die Beweise der Offenbarung im Vermögen un,srer Vernunft stehen, und die Gegenstände der Offenbarungüber dieß Vermögen hinaus sind; so sollen wir unsre Ver, ^nunft nur auf jene Dinge wenden, welche in ihrem Be,zirke, und im Vermögen ihrer Fähigkeiten und ihrer Kräfte ,stehen.
Aus allem, was wir ißt in dieser zweyten Antwort vor, ^getragen haben, folget, daß wir jenen berüchtigten Grund, > l«sich zwar auf natürliche, beschränkte, und endliche Dingeanwenden können, weil sie noch immer im Bezirke und Ver-mögen