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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
325
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Drcyeinigkeit. zrs

^ Wenn man also den vorigen Beweisgrund wieder auknimmt, kann man eine neue Unterscheidung ««zeigen, welche^ der ersten zur Erläuterung dienen mag, und man wird sa-

^ gen: Dinge, die mit einem dritten Dinge einerley sind,

' ^ sind auch unter einander einerley. Läßt sich dieser Grund-ig sah sowohl auf Dinge anwenden, von denen man klare Be,

^ griffe hat, weil sie nicht über dem Bezirke unsrer Vernunft

^ stehen; als aufDinge, von denen man keine deutlichen Be,

^ griffe hat, weil sie über-den Bezirk unsrer Vernunft hinaus,

E reichen ? Dieß kann man nicht zugeben. Dieser Grundsich

'ch läßt sich nur auf Dinge anwenden, von denen man klare

Begriffe hat, weil sie nicht über den Bezirk unsrer Vernunft

» sind. Diesen Punkt allein darf man zugeben.

D Damit man über einen Gegenstand einen richtigen Ver,D mmstschluß fällen könne, muß er unter dem Bezirke unsrerVernunft, und nicht über das Vermögen unscrs VerstandesO hinaus seyn; man muß klare, deutliche, und ganz verständ,

« liche Begriffe davon haben. Wenn aber der Gegenstand ineine verborgne Dunkelheit gehüllet ist, oder wenn er durchM seine Erhabenheit sich von unserm Verstände nicht erreichenPd läßt; so ist es nicht möglich, deutliche und bestimmte Be,

B griffe davon zu haben: und wenn man keine deutlichen und

bestimmten Begriffe davon hat, so ist es unmöglich, die au,genschcinlichsten Beweisgründe auf diesen Gegenstand sicher^ st anzuwenden.

Wir wollen diesen Gedanken durch zwey Beyspiele, durch^ zwo Fragen beleuchten. Giebt es einen Gott? und: Wa«ist Gott? Daß es einen Gott gebe, ist eine Kenntniß, welr^ che noch sehr wohl im Vermögen unsrer Vernunft und un-sere Verstandes ist. Die ganze Natur giebt ihn uns zu er-kennen, und lehret uns fein Daseyn: und wenn wir in uns

X Z selb-