ri6 Dreycimgkeit.
Erstlich redet er uns in sehr vielen seiner Unterweisungenvon der Person seines Vaters, vom himmlischen Vater, vomVater, der ihn gesendet hatte, vom Vater, dessen Willener allezeit erfüllte; vom Vater, welcher der einzige wahreGott ist, und welchen man nokhwendig erkennen und anderthen muß. Wir wollen diesen Beweis nicht mit Auszügenbeladen: man findet die Stellen auf allen Blättern des Evan-geliums ; sie kommen allzu zahlreich vor, daß sie unbekanntseyn könnten. Hier ist dann die erste Person der Drcyeinig,keit deutlich angekündiget.
Nachmals entdecket er sich selbsten, als den wahren Gott,den Sohn Gottes, und Gotte gleich. Er prediget, er lehretdieses ; er will dafür erkannt werden. Dich haben die Ju-den ganz wohl verstanden nnd begriffen, wie es uns der hei-lige Evangelist Johann durch die Stelle bezeuget, welchewir anführen wollen. Man wird dadurch zugleich erkennen,sowohl was die Juden von der Göttlichkeit seiner Person ge-dacht haben, als was Jesus Christus davon vorgetragenhat. * „ Die Juden „, saget der heilige Johann, „ suchten„ dann mit mehr Verlangen, als jemals, die Gelegenheit,„ Jesu das Leben zu nehmen, nicht allein deßhalben, weil er„ den Sabbat nicht hielt, sondern auch, weil er Gott sei-„ nm Vater nannte, und sich selbsten Gotte gleich machte.„ Jesus gab ihnen also die Antwort, und sprach: Jchßu„ ge euch in Wahrheit: der Sohn kann nichts thun, als„ was er seinen Vater thun sieht; und alles, waS der Va>,, ter thut, Las thut der Sohn aufgleiche Weise. Gleich-„ wie der Vater Todte auferwecket, und ihnen das Leben„ giebt, also giebt der Sohn das Leben, wenn er will.„ Der Vater richtet Niemanden; er hat die ganze Gewalt
„ dazu