Al4 Dreycittigkeit.
uns die unerforschlichen Abgründe der Vollkommenheiten undder Wesenheit Gottes ; die Absichten seiner Weisheit, umdie Menschen des hohen Endzweckes würdig zu machen, zuwelchem sie erschaffen sind; die Wunder seiner Liebe, wo,mir er ihnen Beweggründe, Beystand, und Mittel anbeut,welche fähig sind, sie zu diesem hohen Endzwecke zu leiten,und womit er ihnen besser zu erkennen giebt / was sie gegenGott sind, was sie Gotte schuldig sind, und was sie vonGotte zu erwarten haben. Was für einen Schwung wirdnicht das Herz des Menschen gegen seinen Gott hinauf neh-men ; wie eifrig wird die Huldigung seiner Dankbarkeit undseiner Liebe werden; mit einem Worte, wie vollkommen wirdsein Dienst und seine Religion seyn, wenn er betrachtet,was der göttliche Erlöser für ihn gethan hat, und was dergöttliche Heiligmacher noch alle Tage thut ? wenn er erkennt,daß er durch die Verdienste Jesu Christi zu der KindschastGottes erhoben ist ? daß ihm durch die Wirkung des heiligenGeistes das Kennzeichen der Gerechten in die Seele geprägtworden ist? daß er zu einer glorwürdigen Unsterblichkeit be,stimmet ist, welche die Folge jener Ausnehmung an die Kind-statt Gottes, und jenes Kennzeichens der Gerechtigkeit undHeiligkeit seyn wird ?
Aber da die Religion nur in der Liebe und im Gehörst»,me besteht, den man dem höchsten Wesen schuldig ist , liegtes nicht am Tags, daß das Geheimniß der Dreyeinigkeit,welches uns mit so großer Herrlichkeit entdecket, was Gottist; was er für uns gethan har; was wir zu rhun haben,um seinen Absichten, seinen Anschlägen, seinen Wohlchatenzu entsprechen ; was wir von ihn» glauben, hoffen, erwar,ten, und' fürchten sollen: liegt es nicht am Tage, daß diesesGeheimniß das; wesentlichste Stück der Religion, und der
Grund