Dreyeinigkeit. ziz
man das Geheimniß der anbethenswürdigeu Dreyeinigkeitnicht kennet. Dieses giebt uns der göttliche Stifter desChristemhumes klar zu erkennen , da er uns an einem Ortesaget: * Das ewige Leben besteht darinnen, daß manden einzigen wahren Gott, und Iesum Christum, dener gesendet hat, erkenne. An einer andern Stelle sageter zu seinen Aposteln: ** Der heilige Geist, welchen derVater in meinem Namen zu euch senden wird, wird euchalle Wahrheit lehren. Und anderswo: *** Ihr werdetim heiligen Geiste getaufet, das ist, mit der göttlichenKraft des heiligen Geistes begabet und erfüllet werden.
Fürwahr, eS ist eben so wesentlich in der Religion, denGottmenschen als Erlöser, und den göttlichen Geist , alsHeiligmacher , zu erkennen, als es wesentlich ist, den einzi,gen wahren Gott zu erkennen. Oder besser zu sagen: Mankann, seitdem das Evangelium verkündiget ist, den einzigenwahren Gott nicht erkennen, wenn man nicht den göttlichenErlöser und den göttlichen Heiligmacher erkennt.
Die Erkenntniß des Daseyns eines Gottes, welcher derSchöpfer und die allgemeine Grundursache ist, muß gewißder erste Grundsaß der Religion seyn. Dieses bekennen wirin unserm Glaubensbekenntnisse: Ich glaube an Gott Vater,den allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde.Aber die Beleuchtungen, welche uns diese Grundwahrheitercheilet, wenn sie immer so stark und immer so einleuchtendseyn mögen, sind dennoch nichts im Vergleiche mit jenen,die uns das Geheimniß der göttlichen Dreyeinigkeit an dieHand beut. Die Erkenntniß dieses Geheimnisses entdecket
uns
* Joh. XVII. '» Ebend. XIV. und XVI. '
Apostelgesch. I.
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