Druckschrift 
1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
312
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zls Dreyeinigkeit.

saget uns der Glauben, daß sie wahre Personen in Gottesind. Das Urwesen ist der Vater; die Erkennmiß, welchewesentlich und ewig in Gotte wohnet, ist der Sohn; die Lie-be , welche wesentlich und ewig in dem Vater und dem Soh,ne wohnet, ist der heilige Geist. Da haben wir dann inGotte die Einigkeit, und die Dreyfaltigkeit: die Einigkeitin der Wesenheit oder der Natur; und die Dreyfaltigkeit inden Personen.

Eine Art des Daseyns, welche die Vernunft anbechet,weil es das Dastyn des höchsten Wesens ist; welches dieVernunft nicht fassen kann , weil sie beschränket und endlichist; woran sie nichts Widersprechendes wahruimmr, weil siekeine so klaren und so deutlichen Begriffe davon haben kann,daß sie bejahen oder verneinen könnte, und weil sie nur aufdas Ansehen der Offenbarung glaubet!

Eine Art des Daseyns, ein Geheimniß, welches überunfern Verstand so weit erhaben ist, als das Unendlicheüber das Beschränkte und Endliche hinausgeht! Ein Ge,heimniß, welches der Gottheit einen ganz bcsondern Rangeinräumet, der mit allem, was wir an den Geschöpfen se»hen, nicht die geringste Gleichförmigkeit hat, und folglichüber alle Geschöpfe unendlich erhaben ist! Ein Geheimniß,woraus alle übrige Geheimnisse fließen, welche die Feste,die Einrichtung, und die Anlage der ganzen Religion sind,wie man es im folgenden Artikel erörtern wird.

Zweyter Artikel.

Das Geheimniß der Dreyeinigkeit ist der Grund unddie Feste der ganzen Religion.

HV)an kennt die Religion nicht; man kann sogar von derReligion sich keinen richtigen Begriff machen, wenn

man