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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
311
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Dkeyemigkeit. z l k

thenSwürdige Gcheimniß von Gokt an die Hand beut. Eszeiget uns eine unendliche Natur, welche unendlich einfach,und zugleich unendlich/ ewig, und nothwendig fruchtbarist; aber deren Fruchtbarkeit die unendliche Einheit nichtzerstöret: es zeiget uns einen Gott, welcher in einer einzigenNatur und Wesenheit, und zugleich in dreyen Personen,dem Vater, Sohne, und heiligen Geiste, besteht.

Aber wie kann man drey Personen fassen , die in einergleichen und einzigen Wesenheit, oder unendlich einfachenNatur bestehen? Dieser Gegenstand ist über den Begriffder Vernunft allzu sehr erhaben , daß sie ihn durch ihre eig,uen Einsichten begreifen sollte. Aber, wenn sie durch diegöttlichen Aussprüche beleuchtet ist, so lernet sie also vonGotte denken.

Da Gott ein ewiges, unendlich einfaches, unendlichfruchtbares Wesen ist, erkennt er alle seine unendlichenVollkommenheiten; und diese Erkenntniß liegt in der gönli,chen Wesenheit, und ist von der göttlichen Wesenheit nichtunterschieden, weil diese Wesenheit unendlich einfach ist.

Da Gott unendlich vollkommen ist , und sich sechstenvollkommenerkennt, liebet er sich unendlich, und nochwendiger Weise; und diese Liebe liegt in der göttlichen Wesen-heit , und kann von der göttlichen Wesenheit nicht unterschie-den werden, weil in dieser Wesenheit nichts seyn kann,was ihrer unendlichen Einheit entgegengesehet wäre.

Dennoch begreifen wir, daß die Erkenntniß nicht dasUrwesen; daß die Liebe nicht die Erkenntniß; und daß dasUrwesen, die Erkenntniß, und die Liebe nothwendig und we-sentlich Gott sechsten ist, der allezeit Einer, allezeit der Ein,zige, allezeit unendlich einfach ist. Was wir also von demUrwesen, von der Erkenntniß, und von der Liebe begreifen,

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