VIII.
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U Dreyeinigkeit.
^7>reyeinigkeit, ist ein geheiligtes Wort in der Religion,um einen einzigen Gott anszudrücken, der in dreyr:;»!,ß Personen besteht« Die Dreyeinigkeit ist aus allen Geheim»ja«» Nissen das verborgenste, das erhabenste über allen menschli-M chen Verstand, das unbegreiflichste Geheimniß, und zugleichder norhwenbige Grund und die Feste aller übrigen Geheim»Nisse, und alles desjenigen, was immer uns die ReligionGroßes, Wichtiges, und Göttliches vorträgt.
Gleichwie man seine Blicke auf die Sonne nicht heftenkann, ohne daß man durch die Unermessenheit ihres Lichtesgeblendet, und gleichsam blind gemacht werde; und gleichwieunsre schwache Sehkraft desto mehr dadurch geschwächet undverderbet würde, je hartsinniger man darauf beharren wollte,sie in die Augen zu fassen: also kann man die Aussichten dermenschlichen Vernunft zu der unbegreiflichen Dreyeinigkeitnicht erheben, ohne daß diese schwache Vernunft davon be-täubet, erschüttert, und gleichsam blind gemacht werde; undje mehr sie darauf beharren wollte, dieselbe zu betrachten,desto mehr würde sie der Gefahr sich ausstellen , von demunendlichen Glanze, der aus diesem Geheimnisse zurückfällt,entkräftet zu werden. Aber gleichwie man sicher und ohneGefahr von dem Lichte, der Kraft, und der Wirksamkeitder Sonne urtheilen kann, wenn man seine Augen auf dieGegenstände wirst, die sie beleuchtet, erwärmet, beseelet,lebendig machet; also wird auch die Vernunft in der Unter-suchung dieses Geheimnisses auf eine sichere Weise fortschrei»ten können, wenn es ihr genüget, die Aussprüche der Re-l!l> u 3 ligion.