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1 (1777) A - L
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292 Ewige Dauer der Strafen.

man sich von der Güte Gottes machte, würde fehlerhaft

sryn.

Nun, dieser unendliche Willen Gutes zu thun, scheint indem ganzen Betragen, und in allen Anordnungen Gottes ge«gen den Menschen, wunderbar hervor. Er zeiget sich in demerhabnen Endzwecke, zu welchem erden Menschen erschüftfen hat. und in den Mitteln, die er ihm verleiht, um zu sei,nein Endzwecke zu gelangen. Er zeiget sich in der Gnade,die er den Menschen erwiesen hat, da er ihnen seinen ewigenSohn zum Erlöser, zum Schlachtopfer, zum Vorbilde, zumGesetzgeber gab. Er zeiget sich in den Hülfsmitteln, denBeleuchtungen, den Gnaden, den Unterweisungen, denHeilsmitteln, welche die Religion an die Hand beut. Erzei,get sich in der Geduld , mit welcher Gort Len Anblick derSünden der Menschen überträgt, und die Sünder mvartet,amreihr, in sie dringt, damit sie auf den Pfad der Gerech,tigkeit und Tugend zurückkehren. Er zeiget sich in der Ver-schiedenheit und im Ueberflusse der Güter und Annehmlich,keilen / die uns die Narur anbeut, und womit sie uns beireichert. Aber würde er sich in der ewigen Duldung undallgemeinen Straflosigkeit aller Laster, Ausschweifungen,Gräuel, Abscheulichkeiten zeigen ? Der Gottlose sechsten wür,de es nicht wagen, dieses zu behaupten.

Die Güte Gottes zeiget sich dann in Wahrheit unendlich,da sie den Menschen so viel Gutes erweist. Der Mensch hat dieFreyheit, dasselbe sich zu Nutzen zu machen, oder zu mis,brauchen. Aber misbrauchet er es, so darf er sich nichtwundern, daß ihn nachmals die Güte der Gerechtigkeit zuPreise giebt; denn es ist eben so wohl eine wesentliche Eigen,schaft Gottes, daß er unendlich gerecht, als daß er unendlichgütig ist.

End,