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Ewige Dauer der Strafen. 28 rSchicksal freyer Geschöpfe zu bestimmen; und wenn es die-sen Geschöpfen nicht gefällt, sie zu verehren, oder sich danachzu richten: so muß deßhalben die höchste Weisheit, jene Ver-ordnung, die sie gemacher hatte, nicht ändern, weil die Ge-schöpfe ihre Freyheit miöbrauchten.
Dafern ein Mensch, welcher denket, betrachtet, und ver,nünstig urcheilet, alle diese Wahrheiten unter einen Gesichts,punkt zusammenbringt, wird er sich nicht entbrechen können,daraus folgenden Vernunstschluß zu ziehen, der ganz einfachund sehr beweisend ist:
Die Vernunft giebt uns sehr kostbare Kenntnisse von derUnsterblichkeit der Seele, von der Weisheit, Gerechtigkeit,und Heiligkeit des Schöpfers , von der Norhwendigkeit eineszukünftigen Lebens zur Belohnung der Tugend und Züchti-gung des Lasters, und von der Dauer jenes zukünftigen Le,bens an die Hand»
Nun aber, diese Kenntnisse bereiten und leiten uns zudein Glauben des Lehrsatzes von der ewigen Dauer derStrafen. M *
Folglich bereitet und leitet uns die Vernunft zu dem Glau,beu des Lehrsatzes von der ewigen Dauer der Strafen.
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Zweyter Satz.
Der Glauben von der ewigen Dauer der Strafen er-hält sein Ansehen, durch die ältesten und auöge-breitetsten Erblehren.
für einen großen Eindruck soll nicht auf einen den,kenden Menschen diese sonderbare Anmerkung machen,daß der Begriff von den Strafen eines zukünftigen Lebensbey allen Völkern der Erde ausgebreitet war? Allein dieß ist
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