Ewige Dauer der Strafen.
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Nachdem wir diese fünf Säße ftstgeseßet, und be,wiesen haben, wollen wir erforschen, was die neuartigenPhilosophen dieser fürchterlichen Wahrheit enrgegenseßen.
Die Vernunft bereitet und leitet uu^ zu dem Glaubendes Lehrsatzes von der ewigen Dauer derStrafen.
i. (7>ie Seele des Menschen ist geistig, frey, und vernünf-
tig. Diese kostbaren Gaben führen uns nothwen,diger Weise zum Begriffe ihrer Unsterblichkeit. Nur ver,zweifelte Leute, die alle Hoffnung verloren haben, seßen inBetrachtung des zukünftigen Lebens den Menschen in dieReihe der Thiere herab. Aber ihre Vermuthung erwecketnichts, als Abscheu und Verachtung, bey jenen, die derVernunft Gehör geben , und das innere Gefühl zu Racheziehen, das in eines jeden Herze wohnet.
2 .-Es giebt einen göttlichen Schöpfer, der unendlichmächtig ist, wie es aus seinen Werken hervorscheint; derunendlich weise, und unendlich gerecht ist, wie es uns derBegriff andemet, den wir von ihm haben. Er Muß dannwesentlich die Tugend lieben, und wesentlich vor dem LasterAbscheu tragen; und aus einer nothwendigen Folge müssenwir von jener Allmacht, jener Weisheit, und jener Gerech-tigkeit, die wir in Gott erkennen, auf jenen andern Begriffgerathen, daß eine Zeit kommen werde, wo er die Tugendbelohnen, und das Laster strafen wird.
Z. Wir sehen in dieser Welt ehrwürdige Tugenden, wel-che ohne alle Bemerkung, oder Belohnung bleiben; wir se,hen sogar Tugenden , welche bedrücket, und grausam verfol-get werden. Wir sehen auch Laster, die nicht allein unge-
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strafet.