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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
272
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2?2 Chriftenthum.

Es ist nicht vonnökhen, die blutigen Jahrgeschichten derübrigen Völker anzuführen. Was wir gesaget haben, ge-nüget schon, um zu beweisen, daß niemals das Leben der ^Könige ehrwürdiger und sicherer gewesen sey, als seitdem das ^,Christenthum der Welt eine bessere Gestalt gegeben hat. ^"

Siebente Schilderung. §

Die auffallende Ungereimtheit des Götzendienstes.

Man betrachte nun das Gemälde von der herrlichen Mar «ajestät, und von der ehrwürdigen Heiligkeit der heydnischen «zReligion. H

Der blutschändrische, ehebrechrische, verführische Vater« ß«Mörder, Jupiter, ist der größeste Gott des Heydenthums !«gewesen. Juno, die Königin» der Himmel, hat alle schö, mlne Eigenschaften besessen, wodurch die bösen Weiber ausr kigezeichnet sind. Mars ist ein zorniger, heftiger, unbesonr Onener Gott gewesen, der nur am Blute und Morden Verr ia,gnügen fand. Venus war der Gegenstand der Anberhung und »2Gelübde gemeiner Schanddirnen,und die große Beschützerin» !i>!

der Schändung und andrer ehrlicher Werke von dieser Art. sh

Der geile und eigensinnige Apoll ließ sich, um seiner Hart-

näckigkeit und Todtschläge willen, aus dem Himmel jagen, §

und war gezwungen, das Amt eines Hirten beym Könige ^

Admet zu vertreten. Die tollsinnige Diane ließ sich durchmenschliche Schlachtopfer ehren; denn ein jeder Fremder, ökr ^das Unglück hatte, Tauris zu betreten, wurde zu ihrem Al«rare geschleppet, und ihr geschlachtet. Die übrigen Gott, tz;

Heiken waren nicht besser, als jene, die wir genannt haben. y,

Mann kann alle ihre schönen Thaten im spöltrischen Luctan ^

finden ; und man wird bemerken, daß sich die Heyden nier ,

mals zu Sinne kommen ließen, ihren Göttern eine Tugend ^

anzur ^