Chrtstenthum. 271
umgckommen. Wir werden bey den Lagiden in Aegypten'RI eben so grauliche Austritte, wie bey den Nachfolgern des^ Seleukus in Syrien, erblicken. Wenden wir uns von den
G Griechen zu den Arabern, so werden wir die Häupter der
Fürsten, unter dem Stahle der Meutlinge und Aufwiegler,^«1 wie die Aehren unter der Sichel des Schnitters, fallen sehen.^ Omar, Ali, Moavie, Othman, Hussarn, Marvan,
Vji Hassan, Hibraim kamen im Zeiträume von einem Jahr-
i», ü Hunderte ohngefähr um das Leben; während all dieser Zeitlisch hat man nichts als Verrache, Mordungen, Umsturz derThrone gesehen. ^ Moktar allein rühmte sich, ec habemehr als fünfzig raufend Ommiaden ermorden lassen; undAch Abdallah Mahomet, der erste Lalif der 2 ibassider, harresich Saffah, das ist, Vertilger heißen lassen, wegen derentschlichen Meßelung, die er cm den smmiadischen Fürsten,
! M und ihren Anhängern im ganzen Umfange des Reiches auör
ich, üben ließ.
ka« Kurz! ein halb Jahrhundert im Heydenchume weist un-r m! endlich mehr von diesen abscheulichen Lastern auf, als manW in allen christlichen Reichen seit fünfzehn Jahrhunderten, woKgl« das Christenthum in der Welt herrschet, antreffen wird.
M Und rollsinnige Schriftsteller getrauen sich, die KircheH mit Dolchen bewaffnet vvrzustellen, um an das Leben der^ Könige zu greifen! Sie wagen es, uns zu sagen: daslgP Christenthum empöre die Völker gegen ihre Fürsten, und^8 es habe seit Lonstantinen Ströme von Blute vergießenheißen! Und unwissende Freydenker, Leute ohne Sitten,M bethen diese unsinnigen Orakel an, und werden alle Tage ihrWiederhalll
Es
* Herbelok. morgens. Niblioth. ** Gedicht. vomNaturgcflGedank. von der öffentl. Negier.