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1 (1777) A - L
Entstehung
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268
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268 Christenthum.

den Christen einen oder den andern dieser unglücklichen Auf«tritte aufgeführet Haben, die zum Unglücke und zur Schandedes menschlichen Geschlechts gereichen: was wäre dieses imVergleiche mit jener immerwährenden Reihe von Empörun«gen, Ermordungen, bürgerlichen Kriegen, von Wuch undVlutdurste, womit das heydnische Rom sich selbsten aufge,rieben hat?

Man durchgehe, zum Beyspiele, den Zustand des fron-" zösischen Reiches. Es besteht seit mehr als dreyzehn hundertJahren. Es erfuhr im sechsten Jahrhunderte, das ist, beyrnahe in seinem Anfänge die blutdürstigen Rasereyen der Söh-ne des Llodoväus, welche noch halb ungesittete Leute waren;im neunten, die schädlichen Uneinigkeiten der Enkel Rarlsdes Großen; im fünfzehnten, die zwo berühmten Parteyrot-ten der Häuser von Burgund und von Armagnak, welchedurch die Ermordung des Herzogs von Orleans zu Paris,und des Herzogs von Burgund zu Monterau, das französi-sche Reich bey einem Haare in den Untergang gestürzet hät-ten; im sechszehnten erfuhr es die Religionkriege. Nunaber alle diese Landplagen, im Zeiträume von dreyzehn hun-dert Jahren, haben nicht mehr, als ein ganzes Jahrhundertzum Unglücke der Nation ausgemacht. In den übrigenchristlichen Reichen sind die Sachen ohngefähr auf dem glei-chen Fuße, wie im französischen Reiche gestanden. Folglichist es gewiß, unerachtet alles Schreyens und aller Schmäh-reden der neuartigen Philosophen, daß das Christenthum dieSitten gemildert, den Geist der Empörung eingehalten, denKeim der bürgerlichen Kriege ausgerottet und vertilget hat.Es ist dann unläugbar, daß es in der ganzen Welt einenwahren Nutzen gestiftet hat. >

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