Christenthum. 17 r
Religion eines Menschen, der vor kurzer Zeit in der StadtJerusalem zu einem schwächlichen Tode verurtheilt wordennm , bekannt machen und einsetzen.
Aber wie giengen sie zu Werke, um eine so schwere,und so wunderbare Veränderung zum Stande zu bringen ?Sie setzten gleich Anfangs die Welt durch das ganz neueSchauwunder ihrer Tugenden in Erstaunen; ihrer erhaben-sten und reinesten Tugenden, welche bis dahin noch nicht be-kannt, viel weniger in der Uebung gewesen waren; ihrer sovollkommenen Tugenden, daß man nicht geglaubet hätte,der Mensch würde fähig dazu seyn. Sie brachten alle jenewunderbaren Grundsätze zur Usbung, die sie ihr LehrmeisterJesaS Christus gelehret hatte; und in seinem Namen verkün,digten sie die gute Zeitung vom Reiche der Himmel, unddie Nachlassung der Sünden für diejenigen, welche an ihnglauben, und seine Lehre annehmen wollten. Was erwarte-ten , was verlangten sie zur Belohnung ihrer Mühe und ih-rer Arbeiten? Nichts anders, als den Trost, jene, die sieunterwiesen, Lehrjünger Jesu Christi, und Nachfolger seinerTugenden werden zu sehen. Siefanden in der Welt nichts,das ihrer Begierden würdig wäre. Das menschliche Ge-schlecht zu heiligen, und als Schlachropftr ihres Eifers zusterben, dich ist ihr ganzer Stolz gewesen.
Das Wunder des Erfolges.
Nun wie wurden aber diese außerordentlichen Männerausgenommen, und was ist ihr Erfolg gewesen? So wieman es von Männern erwarten mußte, die von Gotte ge-sendet, vom heiligen Geiste erfüllet, und über alle menschliche Furcht, Begierden, und cigennützliche Absichten erha-ben sind.
Nachdem