/
iss Christenthum,
die Propheten geweissaget hatten: denn es war unmöglich,daß er im Grabe bleiben sollte, da er, bis an das Endeder Welt, der Mittler, der Fürsprecher, und der ewige Prie,sier der Menschen bey seinem Vater siyn mußte.
Wir glauben, daß er, vierzig Tage nach seiner glorwür,digen Auferstehung, in den Himmel aufgefahren sey: dennda er den ganzen Entwurf seiner Ankunft auf Liese Weltausgeführet hatte, mußte er in den Schooß seines Vaters,und in den Wohnsitz der Glorie zurückkehren, welche zurBelohnung seiner Leiden ihm gebühret hat.
Wir glauben, daß er, vor seiner Auffahrt in den Him,mel, seine Apostel in allen Dingen unterrichtet habe, wel-che die Pflanzung der Kirche betreffen, der wir mit Geleh-rigkeit Gehör geben, und mit Ehrfurcht gehorchen müssen,wenn wir nicht zur Strafe, als abgehauene Glieder bctrach,tet, und als Sünder behandelt werden wollen, welche derVorzüge und Früchte der göttlichen Aufnahme beraubetsind.
Wir glauben, daß wir alle bey dem Ende der Welt auf-erstehen, und eben von Jesu Christo gerichtet werden sollen,welcher nach unfern Werken entscheiden wird, ob wir derewigen Belohnungen, oder der ewigen Strafen würdig seyn.
Wir glauben, Laß dieser Gottmensch, Jesus Christus,die Seele der ganzen Religion sey; daß Er in derselben derGrund aller Verdienste und Belohnungen sey: denn wirvermögen nichts zu thun, wenn uns seine Gnade nicht zuHülfe kömmt; wir können nichts hoffen, als durch seineVerdienste; die Sacramente, die er in der Kirche eingese-Het hat, um uns seine Gnaden mitzutheilen, sind die Fruchtseines Leidens und Todes. Wir sind durch die göttliche An-nahme auf ihn gepfropftt, wenn ich also sageo darf; wir
sind