Christenthum. 165
pftr des Weltkretses, und aller darinnen enthaltener Dingeist. Aber dieser Gott, der nothwendig und wesentlich ein-zig ist, besteht in dreyen Personen, welche der Vater, derSohn und der heilige Geist sind, wie wir es in dem Ar-tikel: Drcyeinigkeit, erklären.
Auf diezweyte Person, den Sohn, das eingefleischteWort, welches wir unter der Benennung: Jesus Christus,kennen, ist die ganze christliche Religion gegründet. Er,der wahrhaftig Gott und Mensch zugleich ist, stiftet das ver-trauteste Bündniß zwischen Gott und der menschlichen Na-tur; und aus diesem Bündnisse fließen, als natürliche undnothwendige Folgen, die wichtigsten und lehrreichesten Säßedes Christenthums, welche diese Religion zum besten aus-zeichnen, und unendlich über alle übrige erhöhen.
Wir glauben dann, daß unser göttlicher Gesetzgeber auseiner ganz reinen Jungfrau gebohren sey, weiter, als SohnGottes, keinen Vater unter den Menschen'haben konnte, unddennoch, um ein Mensch zu seyn, wie wir, von einer Mut-ter abstammen, und in ihrem Schooße gestaltet werdenmußte. Diese sonderbare Gestaltung der Menschheit JesuChristi, mit der Gottheit vereiniget, geschah durch die Kraftdes Allmächtigen, welcher der Jungfrau Marien diese wun-dervolle Fruchtbarkeit mittheilte.
Wir glauben, daß dieser Gottmensch den Tod gelittenhabe, weil er es freywillig auf sich genommen hatte, durchdie Opferung seiner anbcthenswürdigen Menschheit der Aus-tilger der Sünde, und der Erlöser des menschlichen Geschlech-tes zu werden.
* Wir glauben, daß er am dritten Tage nach seinemTode wieder erstanden sey, wie er es vorgesagt, und wie es
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