Druckschrift 
1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
164
Einzelbild herunterladen
 

164 Christenthum. .

Das Herz de- bekräukten Menschen zieht allen Trost aus deinenWorten.

Die Seele erhält ihr Leben und ihre Stärke wieder, wenn sie nurdeinen Namen aussprechen höret.

Wenn jemals das Gemüth des Menschen zu der Betrachtung der Ge-heimnisse der Gottheit sich emporschwingen kann,

So erhält er von dir seine Beleuchtungen, um dieselben zu erken-nen ; und du giebst ihm den Trieb, der ihn beseelet.

Die verdammlichen Verfasser des Gedichtes vom Mägd-chen von Orleans, der philosophischen Gedanken, desBuchs von den Sitten, des philosophischen Rrregsmanrnes, und unzählbare andere, welche die Gotteslästerungender ersten nur wiederholen, haben nicht also von Jesu Chri<sto gedacht. Einem christlichen Philosophen kömmt es zu,sie zu beschämen; und jenen, denen Gott das Schwert ver-trauet hat, kömmt es zu, sie zu bestrafen.

Zweyter Artikel.

Auszug von dem, was den wesentlichen Grund derReligion Jesu Christi ausmachet.

* ^ das ewige Leben, daß man dich erkenne, der

du der einzige wahre Gott bist, und Iesum Chri-stum, welchen du gesendet hast. Also sprach Jesus Christuszu seinem Vater; und durch diese Worte leget er uns beyrnahe alles vor, was den Grund der Religion in der Glau-benslehre ausmachet, gleichwie er uns durch die acht Selig-keiten beynahe alles vorleget, was den Grund der Religionin der Sittenlehre auömachet, wovon wir in der Folge die-ses Artikels sprechen wollen.

Vermöge dieser Worte Jesu Christi erkennt man in demChristenthume nur einen einzigen Gott, welcher der Schö-pfer

r«

ln

>»

st!

ch

M

ß-

!«

«ll

! kl

ih! *

* 2»h. xvii.

I