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ChrLstetithum. is-
außerordentlichsten Wunder bezeugen, daß ein Gottmenschstirbt. Die Sonne wird ihres Lichtes beraubet, und läßtdie Erde, drey Stunden lang, in dicken Finsternissen trau«ren; Gräber eröffnen sich von sich sechsten, durch ein Wun,der, wovon man noch kein Beyspiel gesehen hatte, und jene,die darinnen verschlossen lagen, erscheinen im Judenlande;der Berg, auf welchem dieses erstaunliche Opfer geschlachtetwird, birst und zerspaltet. Man leget den verstorbenen Gott«Menschen ins Grab; man umgiebt das Grab mit Wachen.Werben diese Wachen werden dis ersten Zeugen der gökkli,chen Macht, wodurch er sich selbsten das Leben wiedergiebt.Ersteht am dritten Tage wiederauf, wie er es vorgesagethatte: und nach vierzig Tagen fahrt er gen Himmel, da fünfHundert seiner Jünger gegenwärtig waren, nachdem er ihnendie letzten Unterweisungen und seine letzten Befehle zur Pflan,zung seiner Religion mitgerheilet hatte.
Sein Herz.
Nachdem wir ihn nun in seiner wundervollen Machtvorgesteller haben, wie werden wir das Bild seines Herzensschildern? Welche Güte! welche Zärtlichkeit l welche Groß,muth! Die Beschreibung seines ganzen Lebens und aller seinerHandlungen ist nichts anders, als die Beschreibung seinerWvhllharen, und eine ununterbrschne Kette von Beweisenseiner Liebe. Er wird allezeit gerühret, sobald er Leidendeerblickt; und seit, Gefühl ist niemals auf ein ««nützlichesMitleid eingefthränket. Elende, Betrübte, Verirrete sehen,und ihnen bcyspringen, sie trösten, sie auf den guten Wegzurückieiten, ist bey ihm nur eine und dieselbige Sache.Welche Zärtlichkeit hat er für die tugendsamm Seelen! wel,che Liebe, um dis Sünder an sich zu ziehen, und ztt gewin,nen! und wie leicht vergiebt er ihnen! wie gerühret und
nur.