r>8 Christenthum.
unterweist, wie er seine Wohlrhaten allenthalben ausbreitet,wie er die Menschen durch seine Wunder in Erstaunen sehet:er besingt schon seine Arege über den Götzendienst, und überdie eingewurzeltsten Aberglauben: er begleitet ihn sogar aufden Kreuzberg, und zeiget uns, wie er sein Blut und sein Le<den für die Ehre seines Vaters, und für das Heil des inensch,liehen Geschlechtes dargiebt. Daniel weissaget die erstaun!»chen Veränderungen, welche auf seine Opferung folgen sollen.Endlich beynahe die ganze Schrift des alten Bundes ist nichtsanders, als eine vorläufige Geschichte Jesu Christi, und dieherrlichste Schilderung seiner Hoheit.
Sein wundervolles Leben.
Sobald er auch aufder Welterscheint, wird mang«wahr, daß alles in ihm das Präg der Göttlichkeit an sichträgt. Er erscheint als der Herr, der höchste Gebiether,der König der ganzen Natur. Diese gehorchet mit Ehrfurchtseinem Worte r das Meer wird unter seinen Tritten fest; dieKrankheiten entfliehen auf sein Geheiß; der Tod und dieHölle geben die Beute zurück, welche sie verschlungen hatten;er durchgründet die verborgensten Gedanken; er sieht mit ebenderselben Klarheit in die Zukunft hinein, wie er das Gegen-wattige sieht: und alle diese so rührenden, so erstaunlichenWunder wirket er, als Herr der Natur sechsten; sie kostenihn nicht mehr Bemühung, als die gemeinsten Verrichtun-gen , oder die natürlichsten Bewegungen andere Menschenkosten; man sieht, daß sie aus einer wahrhaft göttlichenQuelle fließen.
Er stirbt durch die Strafe des Kreuzes, weil er sich ei-genwillig als das größeste Schlachtopfer dargeben wollte,welches durch seine Opferung der göttlichen Gerechtigkeit Ge-nügen schaffen, und die Welt erlösen mußte. Aber die aller-
außer-