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^l^an lasse einen Menschen die verschiedenen Religionen,welche in der Welt bekannt und angenommen wordensind, mit Bedachtlichkeit untersuchen. Wenn er bey dieserUntersuchung nicht anders. als mit dein Lichte der Vernunft,zu Werke geht; wenn er sich von den Vorurcheilcn losmachet,welche von der Unwissenheit und den Leidenschaften erzeugetwerden können, so wird er gezwungen seyn zu gestehen, daßes niemals eine herrlichere, göttlichere, reinere Religion ge«geben hak, die glorwürdiger für den Menschen, nützlicherfür die Gesellschaft, und geschickter gewesen wäre, große Tu-genden hcrvorzubringen,, als die Religion, welche JesusChristus auf'Erden gestiftet hak.
Diese Religion war länger als zwcy tausend Jahre, eheihr göttlicher Stifter aufder Welt erschien, durch eine unun-terbrochene Folge von göttlichen Aussprüchen und Weissagun-gen angekündet worden. Sie wurde nicht anders, als durchdie Macht der unbegreiflichsten Wunder, gepflanzet, welcheaufdie augenscheinlichste Weise von ihrer Göttlichkeit zeugen.Endlich har ihre Erhaltung und ewige Dauer, ungeachtet des^ Haffes, der Verderbniß, der Bosheit ihrer Feinde, nochetwas wundersameres an sich.
Ehe sie anfErden gestiftet wurde, mußte sie die fürchter-lichsten Prüfungen aushalten, die man sich denken kann.Wahrend drey hundert Jahr? haben die Beherrscher der Welt,und alle Mächte der Erde sich gegen sie bewaffnet; und siehat über alle gesiegelt man hat den Weltkreis mit demBlute ihrer Märtyrer überströmet; und sie ist dadurch nur
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