Chineser. 149
Sternkundigen, Herrn Cassini. " Und wenn die Chine-ser die Sonnesinsternisse vor vier tausend Jahren zu berechnenwußten, so haben sie es nachmals ziemlich vergessen. Essind noch nicht volle zwey hundert Jahre, da sie noch keinHaar davon verstanden.
III.
Zwey hundert dreyßig Jahre über den Tag dieser Son-nefinsteruiß hinaus / reichet ihre Zeitrechnung ununter-brochen, und mit den glaubwürdigsten Zeugnissen bisauf den Kaiser Hiao.
Niemand, als Voltaire, kennet und erkennt die Glaub-würdigkeit dieser Zeugnisse. Sie werden von allen Gelehr-ten, von den erfahrensten Kritikern, von Leuten, welche inden Kenntnissen, dis mit dem chinesischen Reiche ein Ver-hältnis haben, und die von uns in dem vorhergehenden Arti-kel angeführet wurden, zum besten bewandert sind, allgemeinund einstimmig verworfen. Wie schön ist es für Voltairen ge-gen fo viele, so gelehrte, so einsichtvolle Männer auszuhal-ten ! Welche Überlegenheit an Einsicht und Verstände!
IV.
Der Kaiser Hias hat selbsten an der Verbesserung derSternkunde gearbeitet, und in einer Regierung ohngefabrvon achtzig Jahren hat er sich bestrebet, die Menschenklug und glücklich ;u machen.
* * *
Unter eben diesem ^iao, sagen die chinesischen Jahr-bücher , hat sich jene außerordentliche Naturerscheinung zuge-tragen , daß die Sonne zehn Tage nach einander über demGesichtkreise erhöhet blieb. Diese Naturerscheinung mußte
doch
* Nachrichten von der Akad. der wifstiisch. r. Band.
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