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so viele Jahrhunderte zuvor geschehen ftyn sollen? End-lich wollen wir ihn bitten, den, Herrn Guignes * zu ant-worten , welcher, nachdem er die urkündlichen Nachrichten,und zwar in chinesischer Sprüche gelesen har, eben denselbenAusspruch thut, wie die Gelehrten, die wir allererst äuge-führet haben.

Indessen daß wir voltairens Antworten geduldig erwar-ten , glauben wir Grundes genug zu haben, um alles, waser von den chinesischen Alterrhümern saget, für nichts andersanznsehen, als für Aussprüche, die bcy einein Schriftstellernicht recht philosophisch, und noch weniger christlich klingen.

Zweyte Untersuchung.

Von dem Zustande der Wissenschaften, und schönenKünste bcy den Chinesen:.

sT^amit Voltaire denDeisten ein siegreichers Aussehen gebe,saget er uns ein Vieles zum Ruhme der chinesischen Ge-lehrten, und machet aus allen chinesischen Gelehrten eitelDeisten. Er vermuthet, daß der Deismus eine Gattungvon Bruderschaft sey , die unter allen Gelehrten von Parisbis nach pckin aufgerichtet ist; daß diese die Religion dervernünftigen Menschen und der Philosophen sey, und daß manniemals ein Christ und ein Gelehrter styn könne. Kraft die-ser schönen Entwürfe sprechen die kleinen ungründlichen Stölz-linge, die Deisten aus Unwissenheit und Freydenkercy, vonden chinesischen Gelehrten und von der Religion der chinesi-schen Gelehrten, ihrem großen Orakel alles so dreiste nach.

Allein ist wohl diese vermuthliche Bruderschaft für unsrePhilosophen glorwürdig ? ist sie wohl sehr schmäuchelhast fürsie? Sind wohl diese Lobsprüche, die man von dm chinesi-schen

° Tagebuch der Gelehrt. l7!7.

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