Ckineser. izz
der Rechtsgelehrrheit, und der Baukunst handelten, verbranntwerden sollten; und dachte zugleich einem jeden die Todes-strafe zu, der überwiesen würde, daß er dem Befehle nichtgetreulich nachgekommen wäre.
Du Halde, welcher die Nachrichten von China gesammelthat, giebr uns zu erkennen, daß der Befehl chic der größestenStrengheit vollzogen wurde, und daß mehrere Chineser mitdein Tode beleget worden sind , weil sie dawider gehandelthatten. Die weisen Herausgeber der allgemeinen Geschichtevon einer Gesellschaft gelehrter Männer in Englande * füh,ren uns die Schriftsteller an, welche berichten, daß sehr vieleChineser, eben um dieses Ungehorsams willen, lebendig ein-gegraben, oder unter Steinen bey Haufen verdrücket wordensind. Endlich allererst sechzig Jahre nach dem Tode desChi - Hoaug-ti, das ist, ohngefähr Hundert und sechzig Jah-re vor der Geburt Christi, gab einer seiner Thronfolger dieCrlaubniß, aufzusammeln, was aus dem Gedächtnisse undder mündlichen Erblehre von Dingen, die zuvor geschriebenwaren, erhalten werden konnte. Hier haben wir gleich zumAnfänge einen Punkt, der sehr geschickt ist, die Entdeckun-gen unftrS weisen Geschichteschreibers glaubwürdig zu machen,und die Schätzung für seinen schönen Versuch einer allgemei,neu Geschichte zu verdoppeln.
Was aber noch besser zu erkennen giebr, wie wenig manaufjene Leute sich verlassen solle, welche uns die chinesischenAlterkhümer mit so vielem Nachdrucke erzählen, und so inächkig rübmen, ist dieses, daß die Verfasser des Rang-mo,oder der großen Jahrbücher in China, welche doch von denchinesischen Geschichteschreibe cn zum höchsten geachtet werden,
sechsten
* i3> Band.
Jz