rz2 Chinese?,
mit Gewißheit zu versichern, was man von diesem berühinrten Reiche vorgiebt. Wir wollen dieses in den folgendenArtikeln untersuchen ; nachmals werden wir uns die Zeit neh-men , etliche Bemerkungen über den Text und die Schlüffedes philosophischen Geschichteschreibers zu machen.
Erster Artikel.
Das außerordentliche Msrthum, das man dem chineß.schen Reiche zueignt, kann weder' aus einem chineßschenBuche, noch Lurch irgend eine astronomischeBeobachtung bewiesen werden.
Es unternehme nur Jemand, das Alterthum der chine-sichen Denkmäler und Bücher zn erforschen, so wirder sogleich Lurch den berufenen Befehl des Kaisers Chi-Hoang- ti gehindert werden, welcher zwey hundert dreyßigJahre vor der Ankunft Jefu Christi geherrscht hat. * Die-ser Fürst, nachdem er in den Kriegen, die er unternehmen,oder aushalten mußte, erstaunliches Glück erfuhr; nachdemer sehr viele schöne Einrichtungen zum Besten seiner Staatengemacht hatte; ließ sich von den Einfällen der seltsamsten undstolzesten Ausschweifung einnehmen, die man immer ersin-nen könnte. Gr unterwand sich, das Andenken und dasGedächtniß aller Fürsten, die vor ihm gewesen waren, voll-kommen auszulöschen, damit nur von ihm allein geredet wer-den möchte. In dieser Absicht, aber unter dem Vorwände,daß die Wissenschaften zu nichts taugten, als den Müßig-gang zu nähren, Zänkereyen zu unterhalten, und viele Un-terthanen für den Staat undienlich zu machen, befahl er,daß in dem ganzen Umfange des Reiches alle Büchersäleund alle Bücher, außer denen, die von der Arzneykunde,
der
* Du Halde, i. Band.