ii2 Bibel.
tische Zeitrechnung, nach Manethons Aufiahe, g-cht bis aufsechs und Lreyßig tausend Jahre zurück. Es haben danndie siebenzig Dollmetscher, saget er, um sich , so viel es
möglich war, mit dieser ägyptischen Zeitrechnung zu ver-gleichen, die Sündflurh fünf oder sechshundert Jahre zurück,geschet; und diese List war nochwendig: denn außerdem wä-re die Laschheit der Bücher Moses Augenblicks entdecketgewesen.
Man hat aus den vorhergehenden Artikeln gesehen, daßder Verfasser der Zergliederung ein ungeschickter Verfälscherwar; aus diesem wird man gewahr, daß er sehr armseligeSchlüsse zu machen weiß. Ohne diese Zurücksetzung desZeitpunkts von der Sündflurh, wäre die Falschheit der Bi-bel Augenblicks entdecket gewesen, saget er: aber ist siewohl dadurch außer Gefahr gestellel? Vergleicht wohl dieserkleine Zusah von fünf oder sechshundert Jahren, den manbey den siebenzig Tollmerschern findet, die zwo Zeitrechnungenmiteinander? Bleibt nicht allezeit noch zwischen beyden einUnterschied- von mehr als fünf und dreyßig tausend Jahrenübrig?
Die griechischen Geschichten, setzet er bey, gehen wer,ter, als auf die Zeit dev Sündflurh, zurück. Aber wievermessen waget er es, dieses zu behaupten? Weiß mandann nicht, Laß die griechischen Träumereym oder Gedichte,wenn man einen gewissen Jnachus ausnimmt, nicht weiterals auf die Zeiten des Moses, zurückgehen? daß ohngefährum diese Zeit die phönicischen und ägyptischen Pfla -zvölker imGrieckenlande sich niedergelassen haben ? daß die griechischenGeschichten, die noch ein Wenig richtig sind, erst von demAnfänge der Olympiaden die Zeit bestimmen, welche nur
sechszehn
ßi
K
O
»1
ß
l«
L
«
ii
>
>
«!
V