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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
110
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i io Bibel,

darf man nicht glauben: denn, wenn sie wahrhaftig ausGotte gekommen ist, und die Richtschnur unsers Glau-bens ausmachen soll, so kann Gott nicht gestattet haben,daß eine Verfälschung daran geschehen sey.

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Man soll aus unfern vorhergehenden Antworten schlie-ßen , daß die heilige Schrift noch weit mehr groben Ver,leumdungen, als groben Fehlern unterworfen ist.

Laßt uns ihc die seltsamen Schlüsse dieses Mannes unter-suchen. Er behauptet, daß Gott nicht erlaubet haben wür-de, daß jemals die mindeste Verfälschung an der heiligenSchrift geschehen sollte, wenn sie von ihm emgegebsn wor,Len wäre. Aher wie behauptet er dieses? wie will er be-weisen , daß Gott beständige Wunder hätte wirken sollen,um die Unachtsamkeit einzelner Nachschreiber, oder die Ver-fälschungen der Irrgläubigen zu verhindern?

Allein har nicht Gott mit vieler Weisheit Vorsehunggethan, damit diese Bücher in ihrer unverfälschten Lauterkeiterhalten werden möchten ? Hat man nicht seit dem Anfängedes Christenkhnmes die hebräischen Urschriften, die Ueberse,hung der siebenzig Dollmetscher, und die alte italianische Uerberftßung gehabt, uni die Verfälschungen der Irrgläubigen,oder die Fehler der Nachschreiber zu berichtigen, wicderherzu-siellen, und zu verbessern ? Hat nicht Origenes, der imzweyken Jahrhunderte gebohren war, alle seine Gaben undseine Einsicht dazu verwendet, daß er der göttlichen Schriftihre vollkommene Glaubwürdigkeit und unverfälschte Lauter-keit wieder verschaffte? Hat nicht im vierten Jahrhunderteder heilige Hieronymus, welcher alle alte Sprachen, die he,brätsche, die chaldäische, die syrische, die griechische kannte,auf das Geheiß der Papste, bcynahe sein ganzes Leben zu der

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