Druckschrift 
1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
103
Einzelbild herunterladen
 

Bibel. ioz

Jeremias war, mehr als hundert Jahre früher, in Aegyptengestorben, als Lsdras nach Jerusalem kam. 2. Die auf,fallende Unanständigkeit. Alle christlichen Völker feit sie-benzehn Jahrhunderten sehen die Bücher der heiligen Schriftfür göttlich an: und ein elender Tropf, der sich unter einemgeborgten Namen verbirgt, giebt sie für Altweibermährchenaus.

Man bemerke zum zweyten seine Bescheidenheit. Er nen-net sein Werk das beredtsamste, das gründlichste, unddas stärkestewcrk, welches jemals gegen den Fanatismus,das ist: wider die christliche Religion, geschrieben wordensey. Und die ganze Beredtsamkeit davon besteht in den un-vernünftigsten Schmachreden, die ganze Stärke in den ver-messensten Unwahrheiten, die ganze Gründlichkeit in den ruch-losesten, ganz neuen Gotteslästerungen, und in den ausschwei-fendsten Vemunftschlüssen.

Man bemerke endlich, daß der vorgebliche Mylord Bs-lingbroke an seiner Schreibart und an seiner Denkensart sehrleicht erkannt werden kann. Er ist ein Mann, der voll-kommen alles weiß, was Voltaire in seinen vermischtenSchriften, und in seiner allgemeinen Geschichte saget; alles,was in der Philosophie der Geschichte, in dem philosophischenHandlexikon, und in etlichen andern Schriften steht, welchemehr als zwanzig Jahre, nach dem Tode des Mylords diesesNamens, ausgchccket worden sind.

III.

Brauchet es mehr als einfach gesunde Vernunft, um zuerkennen,daß einBuch,welches mit diesenworten anfängt,Dieß sind die Worte, die Moses jenseits des Jordans sprach,von Niemanden, als von einem ungeschickten Betrieger,geschrieben seyn könne, weil eben dasselbe Buch versichert:

G 4 daß