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1 (1777) A - L
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84
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I

84 Bibel.

war allgemein; und diese Übersetzung, welche man dieUebersetzung der siebenzig Dollmetscher heißt, hat sowohl die ^jüdische, als die christliche Kirche allezeit auf gleiche Weise inEhren gehalten.

VI. . §

Die heilige Schrift ist unwiderleglich für glaubwürdig bewie- "sen/ durch die Gleichförmigkeit, die man aus den Abschriften, iwelche die Juden bewahren, und den Abschriften, ,

welche die Christen haben, gewahr wird. ,

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Seit mehr als siebenzehn hundertIahren sind die Christenvon den Juden getrennek, und seit dieser Trennung herrschet ^zwischen beyden Theilen der größeste Gegensatz und diegrößeste Verschiedenheit in den Gesinnungen. Beyde habendie gleichen Bücher, worauf sich ihre Religion gründet.Beyde sehen dieselben für göttliche Bücher an, für Bücher,an denen es nicht erlaubet ist, ein Wort, eine Sylbe, ei-nen Punkt zu ändern. Obschon die Christen Vortheil darausziehen, um die Juden zu bestreiten, so halten es die Judendennoch für den unverletzlichsten Artikel ihrer Religion, nichtsdaran zu ändern: sie vertheidigen sich zwar durch die Ausle-gung und durch Vernunftschlüsse; aber sie läugncn, oderverfälschenden Text nicht, und sie beschuldigen die Christenniemals, daß sie denselben verfälschet hätten: man trifft unterihren Abschriften und den unsrigen die vollkommenste Gleich-förmigkeit an. Nun, weil unerachtet dieses Gegensatzes und >

dieser Verschiedenheit der Gesinnungen unter den Juden undChristen,dennoch allezeit beyde Theile so gleichförmige Abschrif-ten der Bibel aufzeigen, ist dieses nicht ein überzeugender Be< >weis , daß sie von beyden Theilen seit so vielen Jahrhunder- ^ten in ihrer unverfälschten Lauterkeit erhalten worden seyn?

ist