74 Bibel.
dern daß ihre Verfasser eines außerordentlichen Beystandes,und übernatürlicher Beleuchtungen von Seite Gottes von,nöthen gehabt haben: so muß er daraus schließen, daß keinAnsehen stärker und ehrwürdiger sty, als jenes der heiligenSchrift; daß es zum allervemünftigsten fty, sich diesem zuunterwerfen; und daß es das größeste Laster wäre, sich die,sem zu widerseßen.
Nun die zween Punkte, woraus diese Folgerungen flie,ßen, nämlich: die Glaubwürdigkeit, uud die Göttlichkeitdieser Bücher, hoffen wir in das Helleste Licht zu stellen, undalso zu beweisen, daß weder Ungewißheit, noch Dunkelheit,noch Zweifel in dem Verstände zurückbleiben sollen. Unddieses wird durch zween Sähe geschehen, welche wir aufstel,len wollen.
Erster Satz.
Die Bücher der heiligen Schrift haben die größesteGlaubwürdigkeit an sich, welche der vernünftigeMensch, und der strengeste Kritiker fodern können.
Beweise Des Satzes.
ITücher, welche alle von zsitgenossen, oderbeynahe Zeitge-nossen Schriftstellern geschrieben worden sind, die beyeinem Volke die ansehnlichsten Stellen bekleidet haben; Bü-cher , welche allezeit unter der Aufsicht der öffentlichen Ober-keit bewahret wurden; an welchen unter den schwerestenStrafen verbothen war, die mindeste Aenderung zu machen;welche man den Fremden nicht anders, als mit der größeste»Behutsamkeit, mittheilete; welche eines und dasselbe Volk,durch eine lange Reihe von Jahrhunderten, für seinen kost-barsten Schatz angesehen, und mit aller Sorgfalt in der un-
ver,