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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
73
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Aslle diejenigen, die von der Religion handeln, sie mögen^ nun ihre Vertheidiger, oder ihre Feinde seyn, müsseneinsiimmig gestehen, daß es in Untersuchungen von dieserArt keinen wichtigem und entscheidendem Punkt giebt, alsdas Ansehen der Bücher, die wir göttlich nennen. Dennwenn diese Bücher wahrhaftig unverwerflich, und von Gotteeingegeben sind; das ist: wenn sie unter der Anführung desheiligen Geistes geschrieben, und in ihrer unverfälschten Lau,terkeit erhalten worden sind; so giebt es Augenblicks keinBeschwerniß mehr: alles ist entschieden: der Ungläubige wirdzu Schanden, und der Christ hat gesieget. Aber wenn ihreGlaubwürdigkeit, und ihr Merkmaal der Göttlichkeit zweifel-haft bleiben; so giebt es nichts Bestimmtes mehr, woran mansich bey der Untersuchung der Religion halten könnte. Eshaben auch die christlichen Lehrer nichts unterlassen, um dasAnsehen der heiligen Schrift festzuseßen und zu beweisen,gleichwie die Lehrer der Gottlosigkeit alles versuchet haben,um dasselbe zu schwächen und zu bestreiten.

Wenn man dann einem Menschen beweist, welcher einenVernnnftschluß zu fassen fähig ist, und seiner Vernunft Ge,hör giebt, daß die Bücher der heiligen Schrift die glaub,würdigsten Bücher sind, die es jemals in der Welt gegebenhat; das ist, daß sie zum meisten Beyfall und Glauben ver,dienen: wenn man ihm beweist, daß diese Bücher äugen,scheinliche Merkmäler der Einsprechung und der Göttlichkeitan sich tragen; das ist, daß sie mit Hülfe der natürlichenEinsichten allein nicht Haben geschrieben werden können, son-

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