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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
70
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7o Beschneidung.

Mund des Jeremias: * ich will Aegypten, Ldom, dieSöhne von Moab, die Söhne von Ammon meine Rachefühlen lassen; denn diese Völker sind unbeschnitten. Di,sir Prophet kannte die Aegyptier; er harte bey ihnen g«woh,net; die Aegyprier und die Völker aus Iudenlande pauenzu seiner Zeit viele Gemeinschaft mir einander. Wenn manauch sein Zeuqniß bloß für ein menschliches Zmgniß geltenlassen will, so hat es dennoch eine ganz andere Kraft, alsdas Zeugniß des griechischen Schriftstellers.

4. Endlich saget uns kein alter Schriftsteller, daß dieAegyprier die Beschneidung getrieben haben. Es ist dannein Jrrihum im Herodotus, daß er einem ganzen Volke ei,neu Gebrauch zugeeignet hat, welcher nur die Priester unddie Welrweisen angieng. Und dieses Jrrthum ist nicht daseinzige, welches die Kritiker in diesem Geschichteschreiber be,merket haben.

Man schließe daraus, wie viel die Vermmftschlüsse un,fers Gegners zu achten seyn, die er in den Tag hinein ma,chet. Es scheint, daß er sechsten einer starken Beschneidungvonnöthen hätte.

Zweyte Frage.

Von wem haben die ägy ptischen Priester und Weltweisen dieBeschneidung genommen?eine Thorheit zu behaupten, daß die Aegyptier dieUrheber der Beschneidung gewesen seyn. Kein Denk'maal bestätiget es; man sieht keine Ursache, die ein Volkhätte bewegen können, einen so außerordentlichen Gebraucheinzuf hren, wenn es nicht einen ausdrücklichen Befehl vonGoue dazu empfangen hätte, wie Abraham für sich und alle

seine

' ix.