Beschneidung. yr
seine Abkömmlinge einen empfangen hatte; endlich läßt alles,was in der vorhergehenden Antwort gesaget wird, davon kei-nen Zweifel mehr übrig.
Aber wie haben die Priester und Weltweisen von Aegy-pten sich entschlossen, diesen außerordentlichen Gebrauch anzu-nehmen ? und von wem haben sie ihn empfangen ? Denn dievier Ursachen, welche philo der Jude* beybringt, um denNutzender Beschneidung zu erweisen, scheinen nicht erkleck,lich zu seyn, um Leute zu bewegen, sich derselben zu unter,werfen. Es ist wohl etwa das Wahrscheinlichste in diesemStücke, daß die Priester und Weltweisen, weil sie wußten,daß die Beschneidung zum Zeichen eines göttlichen Bundeseingeseßet worden war, durch die Annahme dieses Zeichenssich von dem gemeinen Volke unterscheiden, und für Leutegehalten werden wollten, die weit über den Pöbel erhaben,Gotte auf eine sonderbare Weise geheiliget, und durch einaußerordentliches Bündniß mit Gotte vereiniget wären.
Was den zweyten Punkt der Frage betrifft, läßt es sichnicht zweifeln, daß die Aegyptier diesen Gebrauch von denArabern geborget haben.
1. Weil die Beschneidungunter ihnen erst mit dreyzehnJahren, wie bey den Arabern vorgenommen wurde, undnicht acht Tage nach der Geburt, wie es bey dm Israelitengeschah.
2 . Weil ein Ecke von Arabien, daß an Aegypten stieß,unter dem Namen: Nome, oder arabische Provinz, mitdiesem Reiche verbunden war: weil uns Strabo** saget,daß das Land, welches zwischen dem Nilflusse und dem rochenMeere liegt, von Arabern bevölkert worden sey: und weil
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» von der Beschneiduiig. ' -- B.
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