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1 (1777) A - L
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65
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Beschneidung. §s

beschnitten waren; wir finden im ersten Buche Moses, *daß der Sohn, der Enkel, und der Urenkel Abrahams be-schnitten worden sind. Dieß heißt die Vermessenheit ziemlichweit treiben: aber Vermessenheit glücket nicht.

Ferner, wo hat dieser Mensch, welcher durch seinen ent-scheidenden Ton nur zu bekriegen suchet, wohl etwan erfahren,daß das ägyptische Reich schon zur Zeit des Abrahams soblühend, so alt, so wohl regieret, so mächtig gewesen sey?Große Worte sind es, um Staub in die Augen zu streuen,und weiter nichts. Die ältesten ägyptischen Schriftsteller ha-ben erst ein tausend Jahre nach Moses, und vierzehn oderfünfzehn hundert Jahre nach Abraham geschrieben. Moses,der in diesem Reiche gebohren, von der Tochter des Königsan Kindsstatt angenommen, und von Gotte erwählet war,um die Befreyung der Israeliten mit dem Könige selbsten zubehandeln, mußte den Zustand dieses Reiches besser kennen,als jene, die nur erst zehn bis zwölf Jahrhunderte, oderwohl dreyßig Jahrhunderte, nach diesem großen Manne Herrgekommen sind.

Endlich kann man zum Zeitvertreibe bemerken, wie oftunser vernünftige und gelehrte Verfasser die Worte verwech-selt. Er redet von Juden, vom jüdischen Volke zur Zeit desMosesund des Iosue, wo er doch von Hebräern oder Israe-liten reden sollte. Die Namen von Juden und jüdischemVolke konnten erst nach mehr als fünfhundert Jahren Statthaben, als dieses Volk unter Roboam, dem Sohne Salo»mons, in zween verschiedene Staate getheilet, und einer die,ser Staate das israelitische, oder samaritanische Reich, derandere das Reich Juda genannt wurde, wovon der Namenvom Iudenlande und jüdischen Volke herkam«

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I. Band. E