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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
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Atheist. 49

Sokrates, mitten unter dem Heydemhume, gab sichMühe, die schönen Begriffe von der Ewigkeit Gottes, undder Unsterblichkeit der Seele dem Verstände beyzubringen, unddie Liebe zur Tugend in den Herzen zu entzünden. Vanini,mitten unter der Christenheit, beschäfftigte sich allein, den Be-griff von einem ersten Wesen zu verdunkeln, und die Herzendurch die Vorstellungen der abscheulichsten Unlauterkeiten zuverführen. Dreß ist die Ursache, warum man gegen Sokra-tes und Vanini so verschieden gesonnen ist. Allein um dieSchuhreden des Verfassers des Handlexikons für Vanini zubeantworten, genüget es uns, einen kurzen Auszug von derGeschichte dieses Elenden herzuseßen, wo wir uns haupt-sächlich nach dem Präsidenten von Grammond richten wer-den der ihn zu Toulouse während seiner gerichtlichen Klageöfters a sehen hat.

Vanini kam zu Taurosanen in dem Königreiche vonNeapel ls 8 s zur Welt. Er wurde Doktor beyder Rechte,und nahm sich auch der Arzneywissenfchast an. Schon inseiner ersten Jugend machte er sich mit allen philosophischenLehrsätzen bekannt, die zu seiner Zeit im Schwange waren.Er woll e alles wissen , und alles beurtheilen. Voll vonVermessenheit, Hochmuth, und Ehrgeize suchte er sich durchdie Sonderheit und Kühnheit seiner Meynungen zu unter»schei)en. Pompona;, der so billig wegen Gottlosigkeit ver-dächtig ist, Averroes der Atheist, Aristoteles, welcher sooft unverständlich spricht, waren nach seinem Dünkel dieGötter der Philostph n, und die hohen Priester der Weisen.

Das erste Werk, das Vanini herausgab, war derSchauplatz der ewigen Vorsehung mit dieser sonderbarenAufschrift: ^mpkitkeutr m XternZe ?roviclent!X clivi-no-ma§icum, Ltiriltiano-pkyücmn, nee non süro»

I. Band. D IvAieo-